Das neue Coronavirus bremst die Reiselust nicht

Nachhaltigkeit ist das Erfolgsrezept für den Alpentourismus der Zukunft und Reisen bleibt ein Grundbedürfnis, auch nach Corona. Das sind zwei der Kernaussagen der Befragung "Zukunft Alpentourismus", durchgeführt im Mai 2020 an der Fachhhochschule Salzburg im Rahmen unseres Interreg - Projektes. In den Salzburger Nachrichten vom 26.06.2020 wurde ein ein Artikel darüber veröffentlicht.

Konsortialmeeting in der Projektregion Wolfgangsee

Zum ersten Präsenzmeeting nach dem Corona-Lockdown trafen sich die Projektpartner am 22.06.2020 in St. Gilgen in der Projektregion Wolfgangsee. Auf der Agenda standen die im Herbst 2020 stattfindenden Workshops in den Projektregionen mit UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen der Tourismus Branche und der Bevölkerung, sowie die Festlegung von konkreten Use Cases der Besucherstrommessung, welche vom Projektpartner Salzburg Research mittels Mobilfunkdaten und sonstigen Verkehsdaten, wie bspw. automatisierten Fahrzeugzählungen, durchgeführt und analysiert wird.

Reise- und Urlaubsverhalten 2020

Im Rahmen des Maßnahmenpaketes "Gäste- und Zielgruppenbefragungen" führt die Johannes-Kepler Universität Linz Anfang Juli 2020 eine groß angelegte Befragung unter 20.000 Studierenden und 3.300 UniversitätsmitarbeiterInnen mit Bezug zu den 3 Projektregionen Wagrain-Kleinarl, Berchtesgaden und Wolfgangsee durch.

Schwerpunkt Nachhaltigkeit in der FHS Tourismusforschung

Nachhaltigkeit hat sich mittlerweile zu einem universalen Leitprinzip, welches alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringt, entwickelt und zählt somit zu den aktuellen Megatrends. Auch im Tourismus sind große Umwälzungen und ein genereller Paradigmenwechsel in Richtung nachhaltiges Denken und Handeln im Gange. Die Tourismusforschung der FH Salzburg interessiert sich in diesem Zusammenhang für Fragestellungen wie „Was bedeutet Nachhaltigkeit für den Tourismus“? „Welche Anpassungsstrategien für Destinationen und Reisende gibt es“? 

Neben den bereits etablierten Themenschwerpunkten Informations- und Kommunikationstechnologien, Innovation, Strategie- und Organisationsentwicklung sowie Markt- und Trendforschung legt die FHS-Tourismusforschung einen breit angelegten Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Die Abteilung versteht sich diesbezüglich als kompetenter wissenschaftlicher Ansprechpartner für Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und bietet ihre Expertise für Vorträge, Kongresse, Projekte, Workshops, Publikationen etc. an. Es ist das Ziel, Ergebnisse aus dem Projekt Qualitätstourismus Alpenraum einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und darauf aufbauend weiterführende Forschungen und Projekte voranzutreiben. 



Uneingeschränkte Projektfortführung: Nachhaltiger Tourismus

Trotz Covid -19 wird das Projekt uneingeschränkt fortgeführt. Wir als FH Salzburg freuen uns - gemeinsam mit den Projektpartnern - gehaltvolle Ergebnisse und Outcomes für die Alpenregionen zu erarbeiten. Dies wurde auch mit den regionalen Koordinierungsstellen und dem technischen Sekretariat (Land OÖ) akkordiert.

Projektpartnertreffen in Wagrain 

Am 30.01.20 trafen sich die Projektpartner zu einem ganztägigen Treffen im tiefwinterlichen Wagrain, einer der drei Modellregionen des grenzüberschreitenden Forschungsprojekts. Neben organisatorischen und inhaltlichen Abstimmungen der Maßnahmenpakete hielt der Kulturphilosoph und ausgewiesene Experte für Alpentourismus Jens Badura, als externer Projektpartner,  im Plenum einen Vortrag zum Thema „Die aktuelle Debatte zum nachhaltigen Tourismus im sozioökonomischen Kontext". Dies bildete eine wertvolle Grundlage für die Beantwortung der Frage, wie ein ganzheitliches nachhaltiges Destinationsmanagement aussehen kann bzw. muss.  Derzeit arbeiten die Partner aus den Regionen an einer Selbstanalyse ihrer Destination. Den Abschluss des Meetings bildete ein Besuch des Jägersees, einem der Hotspots der Region. 

Zusammenarbeit mit dem berg_kulturbüro

Die FH Salzburg hat per Ausschreibung einen externen wissenschaftlichen Experten, insbesondere für die Herstellung eines Konnexes zwischen praktischen touristischen Nachhaltigkeitskonzepten und einem wissenschaftlich fundierten Bezugrahmen, gesucht und in Jens Badura vom berg_kulturbüro einen idealen  Partner gefunden. Das berg_kulturbüro ist nicht nur eine Denkwerkstatt im Bereich alpenpolitischer und -kultureller Fragen, sondern auch ein Raum für praktische Initiativen. Der direkte Bezug zu den Menschen vor Ort, der Kultur sowie der Landschaft und Natur wird dabei genauso als notwendige Voraussetzung gesehen wie die enge Vernetzung mit den Gemeinden, der Biospährenregion Berchtesgadener Land, dem Nationalpark Berchtesgaden, den Alpinen Vereinen, alpenpolitischen Organisationen und weiteren auch internationalen Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Kultur im Alpenraum. Als erstes Bergsteigerdorf Deutschlands übernimmt Ramsau die Vorbildfunktion für eine nachhaltige Entwicklung einer Bergregion. Das berg_kulturbüro liefert dafür entscheidende Denkanstöße.

Mehr Lesen

Artikel in der Tageszeitung "Die Presse" (10.01.20)

"Die Zeiten für neue Ski-Infrastruktur sind vorbei"

http://diepresse.com/home/science/5750212/



Projektstart

Am 15. Oktober 2019 trafen sich die Projektpartner FH Salzburg, Salzburg Research, Johannes-Kepler-Universität Linz, Tourismusverband Berchtesgadener Land, Wagrain-Kleinarl Tourismus und der Tourismusverband Wolfgangsee zum Kickoff Meeting an der FH Salzburg. 

Ziel

Ziel des Projektes ist es, gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Entwicklung des Alpentourismus zum Erhalt natürlicher und kultureller Lebensräume zu erarbeiten, die sowohl von der Tourismuswirtschaft mitgetragen werden, als auch bei der einheimischen Bevölkerung Akzeptanz finden. 

Gemeinsam mit den Tourismusdestinationen in Oberösterreich (Wolfgangsee), Bayern (Berchtesgadener Land) und Salzburg (Wagrain Kleinarl) wird ein grenzüberschreitendes Modell erarbeitet, das den ressourcenschonenden und energieeffizienten Umgang mit den natürlichen und kulturellen Lebensräumen in touristischen Destinationen zum Ziel hat. 

Das Thema Mobilität und Verkehr hat dabei einen besonderen Stellenwert im Projekt. Es gilt, konkrete Empfehlungen und Maßnahmen zu entwickeln, um Verkehrsprobleme in den Regionen zu entschärfen und Anreizmethoden in Richtung nachhaltige Mobilitätskonzepte zu schaffen. Die Ergebnisse werden im Herbst 2021 bei einem Kongress in Salzburg präsentiert und diskutiert.